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Ein bayerischer Abend

Es ist Oktober. Die Tage werden kürzer, das Wetter wird herbstlicher. Zeit für Gemütlichkeit. In diesem Jahr haben wir es tatsächlich im Oktober geschafft, Freunde zu einem bayerischen Abend einzuladen. Und alle hatten den Samstagabend noch frei! Also wurde am Wochenende gerührt, geschnibbelt, gebraten, gekocht, dekoriert, eingedeckt, und und und. Alleine die Vorbereitungen haben schon Spaß gemacht. Als Vorspeise gab es unter anderem Weißwurst mit bayerischem Senf, gefolgt von Schweinekrustenbraten mit Brezenknödeln und als Dessert ein Klassiker der westfälischen Küche: Herrencreme. Letzteres musste sein, da es eines meiner Lieblingsdesserts ist. Nach dem Essen saßen wir bis spät in die Nacht am Kaminfeuer zusammen. Es war ein urgemütlicher Abend mit guten Gesprächen und vielem Lachen. Und da Braten und Knödel irgendwie zusammen gehören, gibt es hier nun gleich beide Rezepte.
Bon appétit!

Schweinekrustenbraten

1,8 kg Schweinebraten
1 Gemüsezwiebel
4 Möhren
1 Stange Porree
1/2 Knolle Sellerie
4 Knoblauchzehen
400 mL Geflügelfond
1/2 L Dunkelbier

Ofen auf 140 °C vorheizen. Schweinebraten salzen und pfeffern. Die Fleischseiten mit etwas Senf einreiben. Fleischseiten in einem großen ofenfesten Topf kräftig anbraten. Braten aus dem Topf heben. Bratensatz mit dem Geflügelfond ablöschen und lösen. Braten mit der Schwarte nach unten in den Topf legen. Gemüse würfeln und in einer separaten Pfanne anrösten. Um das Fleisch herum verteilen.
Nach einer Stunde den Braten nochmal aus dem Ofen nehmen. Die inzwischen weiche Schwarte mit einem scharfen Messer in Würfel von 1/2 cm schneiden. Dabei nicht bis aufs Fleisch herunter schneiden. Kräftig salzen. Braten wieder in den Ofen geben, diesmal mit der Schwarte nach oben. Nach 1,5 Stunden Braten mit dem Dunkelbier garen. Gesamtgarzeit: 4 Stunden
Den Schweinebraten aus dem Topf nehmen und auf ein Bratrost setzen. Oberhitze zuschalten bei 200 °C etwa 10 Minuten brutzeln, bis die Schwarte aufspringt und Blasen wirft.
Aus dem Bratensaft eine Sauce herstellen.

Brezenknödel

5 große Brezenstangen (ca. 400 g) vom Vortag, in einer Plastiktüte gelagert
350 mL Milch
4 Eier
1 Zwiebel
1 EL Petersilie
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Salz von den Brezenstangen reiben, in 1 cm große Würfel schneiden. Milch aufkochen, etwas abkühlen lassen. Die Eier unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nach und nach soviel davon unter die Brezenwürfel rühren. Der Brei darf nicht zu flüssig werden.
Die Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne glasig anschwitzen. Mit der Butter und der gehackten Petersilie in die Brezenmasse geben.

Zwei Blätter Alufolie jeweils mit Frischhaltefolie belegen. Die Brezenknödelmasse darauf zu länglichen Rollen formen, von etwa 5 cm Durchmesser. Erst in die Klarsichtfolie einrollen, dann die Alufolie fest darum wickeln. Die Enden etwas andrücken, dann drehen, sodass eine formschöne Rolle entsteht.

Die Knödelrollen in einem großen Topf mit leicht siedendem Wasser gut 30 Minuten garen. Aus dem Wasser heben, auswickeln und abkühlen lassen. Mit Folie abdecken.

Vor dem Servieren in der Mikrowelle erhitzen und dann aufschneiden.

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